„Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg!“

Rechtsradikale Propaganda und wie man sie widerlegt

Ziel des Buches ist die Aufdeckung der nationalistischen und rassistischen Propaganda, mit der im Alltag Stimmung gegen Ausländer gemacht wird und die die heutigen Aktionen rechter Agitatoren begründen und rechtfertigen soll. Noch immer sind die zentralen politischen und juristischen Probleme der Ausländerfrage ungelöst: Ob Deutschland ein Einwanderungsland sein darf oder nicht und unter welchen Voraussetzungen uns Ausländer willkommen sind, bleibt weiterhin offen.

So sind dann die Inhalte des umstrittenen Zuwanderungsgesetzes leider immer noch Spielbälle im Wahlkampf. Aber das politische Poker mit dem Schicksal von Menschen bildet eigentlich nur die Kulisse der Stimmung in der Gesellschaft.

Denn ob die ausländische Nachbarn, ArbeitskollegInnen oder MitschülerInnen auch tatsächlich in Deutschland leben können, entscheidet nicht (allein) das Zuwanderungsgesetz, sondern vor allem auch die deutschen  Nachbarn, ArbeitskollegInnen und SchulkameradInnen, die den legalen Aufenthalt zur Hölle machen können. Schon lange kommen radikale Meinungen sowie rassistische und antisemitische Parolen nicht mehr nur von ganz rechts. – Dem alltäglichen Rassismus begegnet man beim Warten ander Supermarktkasse oder Bushaltestelle und im Alkoholdunst der Stammtische sowieso.

„Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg.“ Rechtsradikale Propaganda und wie man sie widerlegt unternimmt den Versuch, das Lügengebäude der neonazistischen Szene systematisch zu entkräften.

Ausgehend von gängigen Behauptungen und Parolen folgt die Argumentation einem festgelegten Aufbau: Zunächstwird der Versuch unternommen, den Zweck,den Hintergrund und das ideologische Umfeld einer Lüge zu beleuchten. Dann geht es um die Widerlegung mitschlichten Fakten, Zahlen und Statistiken – unemotionalund sachlich.

Die eindrucksvollen Porträtaufnahmen des Fotografen Bernd Schäfer geben dem Buch einen zusätzlichen Reiz. Sie zeigen in Deutschland lebende Menschen unterschiedlicher Herkunft, die ihre ganz eigene Sicht der Dinge schildern. Hinter „dem“ Ausländer und hinter all den rassistischen Verallgemeinerungen wird der Einzelne sichtbar, mit seiner Einstellung, seinen Stärken und Schwächen – einfach ein Mensch. Und darum sollte es bei der Debatte auch gehen: um einzelne Menschen in ihrer jeweiligen Besonderheit. Sicherlich wird man mit solch einem Buch keinen Neonazi bekehren können, aber man wird den Neonazis ihre eigene „Bekehrungsarbeit“ schwerer machen.

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